Den Beginn unserer Reise finden Sie hier.
Da wir unseren Mietwagen erst am Abend am Flughafen in Tallinn abgeben mussten, nutzten wir die verbleibende Zeit für einen Besuch von Schloss Katharinental im Stadtteil Kadriorg.
Schloss Katharinental
Das nordische Barockschloss wurde von Zar Peter dem Großen von Russland für seine Frau Katharina I im Jahr 1718 nach einem Entwurf des italienischen Architekten Niccolo Michetti erbaut. Das Schloss- und Parkensemble ist ein Beispiel zaristischen Extravaganz.
Im Schloss Katharinental
Das Kunstmuseum Kadriorg ist das einzige Museum in Estland, das sich der frühen europäischen und russischen Kunst widmet. Gezeigt werden Gemälde, Drucke und Skulpturen aus Westeuropa und Russland sowie temporäre Ausstellungen.
Wir gönnten uns einen Kaffee und leckeren Kuchen, bevor wir uns einen kleinen Teil des wunderschönen Parks um das Schloss anschauten. Zwar regnete es nicht, dafür tobte ein heftiger Sturm, der schon etliche Äste von den grossen Bäumen abgerissen hatte.
Auf dem Gelände wurde 1938 der Präsidentenpalast nach Plänen von Alar Kotli errichtet.
Die Rückgabe unseres Mietwagens am Flughafen verlief völlig problemlos. Per Taxi ging es anschliessend zu unserem Hotel am Rand der Altstadt von Tallinn.
Hotel L'Ermitage
Unser Aufenthalt in Tallinn war zweigeteilt, da wir mit einem fixen Termin dazwischen eine Wildlife Tour in Estland gebucht hatten. Für den ersten Tag war eine dreistündige Stadtführung organisiert. Der Sturm vom Vortag hatte sich noch nicht gelegt, was etwas unangenehm war und uns ab und an zu einer kurzen Pause zum Aufwärmen veranlasste. Eine Woche später hatten wir einen weiteren vollen Tag in Tallinn, um allein die Stadt zu erkunden. Sonne, Wolken und kurze Regenschauer waren hier unsere Begleiter - es war halt Herbstwetter.
Der lange Hermann, einer der vier ursprünglichen mittelalterlichen Ecktürme des Revaler Schlosses.
Der Lossi Platz am Domberg
Das Schloss mit seiner spätbarocken Fassade, erbaut von 1767 bis 1773, ist heute Sitz des estnischen Parlaments.
Die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale, reich verziert im historistischen Stilmix, wurde 1900 fertiggestellt. .
Estnische Musik- und Theaterakademie, gegründet von Voldemar Panso Estnische Akademie der Wissenschaften
Domkirche St. Marien, erbaut 1330 mit dem Glockenturm von 1770
Das Stenbock-Haus von 1792 beherbergt heute die Staatskanzlei (Riigikantselei).
Blick von der Aussichtsplattform Patkuli auf die Altstadt von Tallinn
Das historische Zentrum von Tallinn ist seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt entwickelte sich zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert zu einem wichtigen und wohlhabenden Zentrum der Hanse mit opulenten öffentlichen Gebäuden und prächtigen Kaufmannshäusern und ist bis heute sehr gut erhalten. Die Kombination der Oberstadt auf dem Kalksteinhügel und der Unterstadt am Fuße mit den zahlreichen Glockentürmen ihrer Kirchen ergibt eine einzigartige Silhouette, die sowohl vom Meer als auch vom Landesinneren aus der Ferne sichtbar ist. Die Oberstadt mit ihrer Burg und der Kathedrale war schon immer das Verwaltungszentrum des Landes, während die Unterstadt in bemerkenswertem Maße das mittelalterliche Stadtgefüge mit seinen verwinkelten Gassen bewahrt hat.
Die Rahukohtu ist die engste Straße in der Altstadt.
Blich von der Aussichtsplattform Kohtuotsa auf der Nordseite des Dom-Hügels auf die Alt- und die Neustadt
Residenz des deutschen Botschafters am Domplatz in Tallinn
Historische Stadtmauer
Die mittelalterlichen Stadtmauer, die die Altstadt und den Domberg von Tallinn umgab, entstand vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Es ist eine der am besten erhaltenen in Nordeuropa. Von der 2,35 km langen Stadtbefestigung mit 46 Tor- und Mauertürmen gibt es noch immer 1,85 km mit 28 mittelalterliche Stadtmauertürme.
Der Mägdeturm
Die drei gesichtslosen Mönche im Dänischen Königsgarten von Aivar Simson und Paul Mänd aus dem Jahr 2011.
Das Festungsmuseum Kiek in de Kök mit vier mittelalterlichen Türmen, verbunden über Wehrgänge, erstreckt sich über 500 Meter. Im Hintergrund der Mägdeturm von der Innenseite.
Der Kurze Domberg (estnisch Lühike jalg), ein Fussweg, der vom Domplatz in die Unterstadt verläuft.
Der Lange Domberg (estnisch Pikk jalg), der frühere Weg der Fuhrwerke vom Domplatz in die Unterstadt.
Die St. Nikolai Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist heute Teil des estnischen Kunstmuseums. Die wichtigsten sakralen Schätze Tallinns werden hier in ihrem historischen Kontext gezeigt.
Rataskaev (Raderbrunnen), erstmals 1375 im Tallinner Grundbuch erwähnt.
Die Langstraße (estnisch Pikk tänav) ist eine der Hauptstraßen der mittelalterlichen Altstadt mit seinen prächtigen Gilde- und Kaufmannshäusern.
Die Heilig-Geist-Kirche wurde um 1300 für das Armen- und Siechenhaus der Stadt errichtet.
Das Gebäude Pikk 17 wurde 1407–1417 als Sitz der Großen Gilde von Tallinn erbaut. Heute beherbergt es das Estnische Historische Museum.
Das Gebäude Pikk 20 (rechts) von 1326, Sitz der St. Knut Gilde, eine Vereinigung deutscher Handwerker.
Der Gebäudekomplex Pikk 23/25 im Jugendstil wurde 1908–1909 nach Plänen des Architekten Jacques Rosenbaum erbaut. Daneben in der Pikk 19 ist die Russische Botschaft mit Protestplakaten zum Ukraine Krieg.
Das Haus der Schwarzhäupter in Pikk 26, eine Bruderschaft unverheirateter Kaufleute und Reeder.
Der Grüne Markt an der Pikk 30 mit russisch orthodoxer Kapelle
Ein Blick in die kleinen Seitengassen der Langstraße
Die Drei Schwestern in der Pikk 71 aus dem 15. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert umgebaut und seit 2003 ein Hotel.
Das Haupttor des Großen Küstentors markiert das Ende der Langstraße mit dem Kanonenturm "Fette Margarete".
Das Tallinner Rathaus ist das älteste Rathaus Nordeuropas. Erstmalig erwähnt wurde es 1322, doch seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Seine heutige Form erhielt es 1404.
Der Rathausplatz diente von jeher als urtümlicher Marktplatz und als Zentrum der mittelalterlichen Hansestadt.
Der alte Markt hinter dem Rathaus mit Lagerhäusern aus dem 15. - 17. Jahrhundert - heute Restaurants und Hotels
Eine Bronzestatue erinnert an den 2007 verstorbenen Schriftsteller Jaan Kross in der.Kullassepa tn.
Die Olaikirche (estnisch Oleviste kirik) „Der fröhliche Schornsteinfeger“ von Tauno Kangro
Die älteste Erwähnung der Kirche ist datiert auf 1267. Die Skulptur wurde am 15. Mai 2010 enthüllt.
Die Pierre Chocolaterie, ein Café und Schokoladengeschäft im Meisterhof (Meistrite Hoov) in der Altstadt. Die ältesten Gebäude mit dem Innenhof stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Der Katharinengang (estnisch Katariina käik) ist eine Gasse an der Südseite des Sankt-Katharinen-Klosters.
Die Mauerstraße (estnisch Müürivahe tänav)
Zwei erhaltene Wachtürme des im 19. Jahrhunderts im Zuge der Stadterweiterung abgerissenen Viru-Tors.
Der Brunnen Poisid vihmavarjuga (Jungen mit einem Regenschirm) im Tammsaare Park
Rotermann City Apartments in der Meer Allee (Mere pst)
Das Rotermann-Quartier – Umnutzung früherer Industrieareale
Der 82.000 m² großen Komplex zwischen Altstadt, Viru-Platz und Fährhafen, eine Industriebrache, wo vor 150 Jahren ein Sägewerk und eine Spinnerei um die Wette lärmten, wurde nach dem Industriellen Christian Barthold Rotermann benannt. 2007 begann der lange Prozess der Wiedergeburt des Areals mit modernen Apartments, Büros, Cafés, zahlreichen Geschäften und einem Multiplexkino. Nach zehn Jahren Bauzeit waren alte Backsteingebäude restauriert und mit architektonisch interessanten Neubauten kombiniert. Es entstand ein angesagtes Viertel, das estnische Innovationslust und Liebe zur Tradition gleichermaßen verbindet.
Die Mischung aus alt und neu ist dem Architektenteam wirklich gelungen - ein Besuch ist absolut empfehlenswert.
Der Toompark ist eine wunderschöne Grünanlage am Rande der Tallinner Altstadt, direkt am Fuße des Dombergs.
Der Markt am Baltischen Bahnhof (Balti Jaam)
Klosterpforte und Stadtmauer an der Gümnaasiumi tn
Alter Stadtspeicher
Mit einem Blick in die Müürivahe Straße verabschieden wir uns von Tallinn.
Reisen Sie mit uns weiter im Baltikum
Es lohnt sich.
Hier geht es weiter zum letzten Teil unserer Tour.